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Ingo Herzke
Volker Oldenburg
Uda Strätling
Sven Amtsberg
Karen Duve
Charlotte Richter-Peill
Tanja Schwarze
Jan Wagner
Alicja Wendt

Alicja Wendt

aus der Jurybewertung


Schon bei einer ersten Lektüre bestachen diese hermetischen Gedichte durch ihre eigentümliche Spannung. Diese Dunkelheit war keine Effekthascherei, keine pseudoerhabene Geste, kein Geläute mit großen Worten, hinter denen sich esoterische Konsumwahrheiten verbargen. Im Gegenteil. Der erhabene Ton dieser Gedichte entsteht nicht durch große Worte. Das Vokabular ist schlicht, profan. Die semantische Spannung entsteht nicht durch rhetorische Nebelwerfer, sondern durch innere Notwendigkeit. Die Gedichte zeichnen sich aus durch Konzentration, die Askese, Reduziertheit im Ausdruck, die das Ergebnis einer Suche ist, einer Expedition an eine unbekannte und aufregende Grenze des Sagbaren. Mit diesen Gedichten stellt sich die Autorin in eine vornehme lyrische Tradition: die der klassischen Moderne.