Literaturpreise-Hamburg.de

Renate Bleibtreu
Annette Kopetzki
Dr. Ulrike Nolte
Katharina Höcker
Katrin Dorn
Mareike Krügel
Kristof Magnusson
Joern Rauser
Tina Uebel

Katrin Dorn

aus der Jurybewertung:


"Das, was uns am nächsten sein könnte, macht uns Angst. Ich habe große Angst, dir zu schreiben. Und vielleicht ist es mir nur möglich, weil du am anderen Ende der Welt bist," heißt es in Katrin Dorns Roman "Milonga". Nähe, die Unmöglichkeit der Nähe, ist ein Hauptmotiv in diesem Roman, und der Tango, besonders der "Milonga", die schnellste Art des Tangotanzens, wie man im Exposee erfährt, gibt sozusagen den Takt für die Beziehungen zwischen den Protagonisten des Romans vor: "Sie treffen sich zufällig und bauen Illusionen auf, die nach und nach an der Wirklichkeit scheitern, sie verlieren einen Partner, eine Haltung, einen Traum, aber im Verlieren gewinnen sie auch etwas hinzu. Verändert begibt sich jeder neu auf die Suche." (Exposee) Dabei bleibt Katrin Dorns Text nicht in einer romantisierenden Tango-Exotik stecken, sondern reflektiert politische Fragestellungen, ohne ein flusenhafter Text zu werden. Vielmehr erzählt Katrin Dorn in einer klaren Sprache mit schön rhythmisierten Sätzen. Die Situationen werden präzise beschrieben. Die Textprobe verspricht einen Roman auf hohem Niveau."