Literaturpreise-Hamburg.de

Markus Lemke
Ferdinand Leopold
Miriam Mandelkow
Kerstin Döring
Lars Henken
Peter Huth
Katharina Krasemann
Wiebke Maginess
Anette Nolte-Jacobs

Kerstin Döring

aus der Jurybewertung:


"Hanna ist jung, sie möchte sich verlieben und sie verliebt sich - in einen Junkie. Paul ist "schon 25", hat braunes Haar und schöne, dunkle Augen. Die Heroinsucht hat äußerlich noch keine Spuren hinterlassen. Eine Liebesgeschichte, die kein Happy End erwarten lässt.
Die Arbeitsprobe, die Kerstin Döring eingereicht hat, besteht aus locker aneinandergereihten Episoden, geschrieben aus wechselnder Perspektive - Hanna von innen, als Ich-Erzählerin, Hanna von außen, in der 3. Person - und geschrieben mit leichter Hand, die Übergänge sind fließend. Die Autorin schildert den Anfang der Beziehung und wie die Liebe in den Sog der Sucht gerät. Bemerkenswert ist die Bildlichkeit der Sprache, die sich aus den Wahrnehmungen von Hanna speist. Hanna sieht in der Erinnerung Bilder vom Ort des jeweiligen Geschehens, Details, die ganz zufällig wirken und doch in ihrer Genauigkeit und in ihrer Originalität das Wesen dieser Liebe auf den Punkt bringen. Dies alles geschieht vollkommen unprätentiös. Die Handlung bewegt sich im Rhythmus dieser Bilder, dem Leser gehen sozusagen die Augen auf.
Die Jury möchte Kerstin Döring ermutigen, weiter zu schreiben und den noch unfertigen Text so zu bearbeiten, dass ein fertiger Roman daraus entsteht."