Literaturpreise-Hamburg.de

Markus Lemke
Ferdinand Leopold
Miriam Mandelkow
Kerstin Döring
Lars Henken
Peter Huth
Katharina Krasemann
Wiebke Maginess
Anette Nolte-Jacobs

Peter Huth

aus der Jurybewertung


"Mein erster Gedanke an jedem Morgen gilt Sarah. Manchmal missbrauche ich diesen Gedanken. Heute nicht." In knapper, kraftvoller Sprache erzählt Peter Huth die Geschichte von Robert und Sarah, einer Jugendliebe, die brüchig wird und den Erzähler, Robert, zu einer Verzweiflungstat anstachelt. "Heute will ich mit dem Rauchen aufhören und einen Menschen töten. Ich fürchte, dass mit dem Rauchen wird mir schwer fallen", teilt er lakonisch mit. Peter Huths Roman Der Beatles-Hasser spielt in Berlin und entfaltet die Innenwelt des etwa 30-jährigen Protagonisten, Sohn aus wohlhabendem Hause, der durch einen Mord seine Liebesbeziehung zu Sarah retten will. Die Eindringtiefe des Autors in die hermetische Welt seiner Hauptfigur hat die Jury von der Qualität des Textes überzeugt. Umso mehr als "Der Beatles-Hasser" mit sehr viel Tempo erzählt wird. An keiner Stelle erlahmt der Autor, sondern treibt die Geschichte mit überraschenden Wendungen der Handlung und sprachmächtigen und verblüffenden inneren Monologen voran - beispielsweise in der Darstellung der Abneigung der Hauptfigur gegenüber John Lennon-Songs. Bemerkenswert ist auch die Lebendigkeit der Dialoge. Wenn die Personen miteinander sprechen, so wirkt das nie konstruiert und künstlich. Die eingereichte Textprobe verspricht einen spannenden und originellen Roman.."