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Markus Lemke
Ferdinand Leopold
Miriam Mandelkow
Kerstin Döring
Lars Henken
Peter Huth
Katharina Krasemann
Wiebke Maginess
Anette Nolte-Jacobs

Markus Lemke

aus der Jurybewertung


"Markus Lemke hat auf Anhieb überzeugt mit seiner Übersetzung der ersten beiden Kapitel von Ecce Homo, des neuesten Werks des israelischen Romanciers, Lyrikers und Essayisten Yiktzhak Laor, der zu den sprachgewaltigsten und einfallreichsten Autoren gehört, "die Israel je gegen sich aufgebracht hat" (FR 14.1.2004). Laor ist für seinen sarkastischen, ebenso derben wie poetischen Stil und für die polyphone und syntaktische Komplexität seiner Texte bekannt. Anhand des Epilogs, mit dem Laors böse "Parabel auf den Niedergang israelischer Mythen, vor allem den Verfall des vielbeschworenen Militärethos" beginnt, kann man sich - staunend - davon überzeugen, wie souverän Markus Lemke die schwierige Aufgabe gemeistert hat, vor die sich er als Übersetzer gestellt sah, nämlich "mit den für Yitzhak Laors Stil unvermeidlichen, überlangen Satzungetümen fertig zu werden, ohne darüber den Rhythmus und die Sogkraft des hebräischen Originals zu verlieren". Die Passage, in der - um 13:20 - "Golds Prozession" sich in Bewegung setzt, ist jedenfalls ambulierende Sprachkunst und Komik auf hohem Niveau."