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Gabor Altorjay
Eva Bonné
Karin von Schweder-Schreiner
Harriet Grabow
Alexander Häusser
Dieter Hellfeuer
Ursula Schötzig
Stefanie Schütz
Michael Weins

Harriet Grabow

aus: "Hansiaden" | Prosagedichte


A. / mit dem alles seinen Anfang nahm / Bernd / den ich nie kennengelernt habe / von dem meine beste Freundin aber immer noch spricht /
Cäsar / dessen unglückliche Liebesgeschichte mit Kleopatra / dank Asterix und Obelix jedes Kind kennt /
Descartes / ein Mann ohne Körper / der vor einem Feuer meditiert, das er nicht entfacht hat /
Einstein / dessen Relativitätstheorie / maßgeblich von seiner ersten Frau mit entwickelt wurde /
Freitag / der von Robinson ‚zivilisiert' wird / indem er erfährt, was Sehnsucht ist /
Geralf / der einmal eine morgens um zwei ausgesprochene Einladung zum ‚Frühstück' ablehnte, weil er früh raus mußte / Dabei war er seit Wochen in die Frau verliebt /
Hans / Alle Männer heißen Hans / Und Undine baut sich kein Haus, sondern geht alleine aus /
Ich / habe die letzten Nächte damit verbracht, in einer Bar Taschentücher zu reichen / bis morgens um fünf /
Jan / war der Grund für den Liebeskummer meiner Freundin / ausgerechnet Jan, der Männer mag /
Krieger / Gibt es hier heute keine mehr / Aber sicherlich noch einen Geschlechterkampf um Gleichberechtigung /
Lars / ist der Mann, der mich zum Lachen bringt / manchmal auch unfreiwillig /
Mythopoetischer Mann / Ein Fabelwesen / So etwas wie das Loch Ness für Frauenzeitschriften /
Neandertaler / Naja / Vielleicht doch nicht ausgestorben /
Oskar / Von dem gibt es einige / Scheint früher mal ein recht populärer Name gewesen zu sein /
Priester / Keine Beichte / Keine Entschuldigungen und keine Erklärungen /
Quester mig / Name einer dänischen Rockband in dessen Lyrics sich eine Freundin mal verliebte / und dann auch in den Typen, der sie ihr vorsang /
Robert / auch Bob genannt / der mit jeder Frau Schlitten fährt /
Sven / stand eines abends mit einem Weidenkorb voller Nahrungsmittel vom Biomarkt vor der Tür / und wollte mal reden /
The One and Only / der einzige einzigartige Mensch, den alle suchen / "Bis dahin sind auch unverbindliche Affären genehm", stand in einer Kontaktanzeige /
Ulrich / der nicht weiß, was er will / sobald er eine Beziehung beginnt, verliebt er sich in eine andere /
Vater / und Mutter zugleich / Virginia Woolf /
Worte / von Edith Wharton, Dieter Wellershoff / und vielen weiteren aus der ganzen Welt /
X-Freunde / Bereichern das Leben auch im Nachhinein noch ungemein / Selbst wenn man manchmal nur noch über sie spricht und nicht mehr mit ihn
en /
Y / Ein Chromosom, das für diese ganzen Irrungen und Wirrungen verantwortlich sein soll / Ich habe da so meine Zweifel /
Zeichen / auf der Haut, auf dem Papier / Der erste Satz ist / Ich will dich / Aber erst mit dem zweiten Satz beginnt die Geschichte / Und niemand anderen / So fangen alle Geschichten an / Geschichten, die mir erzählt werden / Geschichten, die ich erzähle / Welcome to the story so far /