Literaturpreise-Hamburg.de

Gabor Altorjay
Eva Bonné
Karin von Schweder-Schreiner
Harriet Grabow
Alexander Häusser
Dieter Hellfeuer
Ursula Schötzig
Stefanie Schütz
Michael Weins

Harriet Grabow

aus der Jurybewertung


"Hansiaden nennt Harriet Grabow ihre Prosagedichte, die einen dreiteiligen Zyklus bilden und in ein Land führen, wo alle Männer Hans heißen - bis auf die eben, so die Erzählerin, die anders heißen, aber das sei eine andere Geschichte. Natürlich geht es um Liebe, oder genauer: um Nähe und Ferne, um das immer Gesuchte und offenbar Unerreichbare, um das, was am Ende jenseits des Horizonts zu liegen scheint. Das besondere an diesen lyrischen Prosastücken ist die kunstvoll verdichtete Sprache: aus hingetupften Andeutungen, Bildern, Signalen entstehen im Kopf der Leser Szenen, nicht Szenen einer Ehe, sondern Szenen heutiger, manchmal hanseatisch eingefärbter Beziehungen, ganze Kürzestromane, die meist kummervoll und komisch enden. Ein artistisches Spiel mit Sehnsüchten und vielfältigen Gefühlen, selbstironisch und frech, nie zynisch, nie resigniert. Für ihr gelungenes Bemühen um eine konzentrierte poetische Erzählweise hat die Jury Harriet Grabow den Förderpreis zuerkannt."