Literaturpreise-Hamburg.de

Christiane Bergfeld
Nikolaus Palézieux
Birgit Schmitz
Verena Carl
Ulrich Diehl
Guido Geist
Sasche Piroth
Aymone Rassaerts
Sonja Roczek

Aymone Rassaerts

aus der Jurybewertung


"Ein Text, der uns eintauchen lässt in einen sinnlichen Kosmos jenseits von Raum und Zeit: Innen- und Außenwelt amalgamieren zu einem impressionistischen Geflirr aus Licht, Aromen, Farben; ein pastoses Gemälde, getupft aus Erinnerungspartikeln, Traumfetzen und Traumatisierungen, in dem die Natur belebt ist, Licht lastet, Dinge schreien und Menschen in Aspekte zerfallen. Es ist ein Text, der um die Einheit von Geist und Materie weiß, der sich sowohl einer nacherzählbaren Handlung als auch klassischer Dramaturgie aus einer inneren Notwendigkeit heraus verweigert. Das Bewusstsein schafft hier permanent die Außenwelt, an der es sich abarbeitet. Der Wunsch nach Reibung an dieser Welt steht in nur scheinbarem Gegensatz zu dem Verlangen nach Auflösung darin, und dass in dieser nach außen gestülpten Innenwelt zwar alles eins, aber nichts gleichgültig ist, gehört zu den großen Qualitäten des Textes von Aymone Rassaerts, den wir nicht nur deswegen für preiswürdig hielten."

"Was ist Erleuchtung für den Tautropfen auf dem Lotosblatt? - Es ist der Moment, in dem er über den Rand des Blattes rollt, ins Wasser darunter fällt und begreift, dass er selbst Wasser ist." (Thich Nhat Hanh)