Literaturpreise-Hamburg.de

Eva Bonné
Ferdinand Leopold
Nicolai von Schweder-Schreiner
Ada Dorian
Maria Regina Heinitz
Finn-Ole Heinrich
Susanne Höbel
Sven Lange
Alexander Rolf Meyer

Maria Regina Heinitz

aus der Jurybewertung:


„Dass die Kindheit ein gefährdetes Paradies ist, spürt der Leser des Romans „Eintagsfliegentage“ von Maria Regina Heinitz mit dem ersten Satz: Es war einer dieser besonderen Sommertage. Bevor das Unheil aufzieht, wird er zurückversetzt in eine Zeit, in der die Welt jeden Tag neu aus dem würzigen Harzgeruch der Tannen, den duftenden Blumensträuchern im Garten oder dem mit großem Ernst betriebenen nachmittäglichen Malen zusammengesetzt wird. Die Autorin vermag nicht nur diese Sinnessensationen mit großer Leichtigkeit aufzurufen, ebenso eindringlich zeigt sie das rätselhafte und daher bedrohliche Verhalten der Erwachsenen, das von Bénedicte, der zwölfjährigen Hauptfigur, nicht verstanden werden kann. Wie Maria Regina Heinitz der Kinderperspektive eine eigene Stimme gibt, die durch den Ton des Rückblicks nicht verwässert wird, ist große Erzählkunst und fesselt den Leser sofort.“