Literaturpreise-Hamburg.de

Ursel Allenstein
Ingo Herzke
Susanne Höbel
Isabel Bogdan
Alexander Häusser
Karen Köhler
Dietrich Machmer
Ulrich Koch
Inga Sawade

Alexander Häusser

aus der Jurybewertung:


„Ein Haus stand hinter dem Deich, Stein auf Stein und festgezurrt mit Wäscheleinen, geknotet an Heringen im Boden verankert, damit es nicht abhob, immer feststand und festhielt – die Familie, uns drei.“ Eines Tages verschwindet der Vater, zurück bleiben seine Frau, sein Sohn und eine Scheune voll alter Möbel. Solange der Vater da war, hatte der Junge das Gefühl, das Leben sei eins und unzerbrechlich. Jetzt aber besteht das Leben aus lauter Splittern: in Rückblenden erzählt der Junge von der Zeit, die auf das Verschwinden des Vaters folgt.
Eine stark rhythmisierte Prosa. Mäandernd fließt sie dahin und reißt den Leser mit, nicht nur durch ihren Duktus, sondern auch durch ihre Bilder: „Im Rückfenster des Autos kippte der Deich in den Fluß, Haus und Höfe der Nachbarn glitten ins Wasser, liefen vom Stapel der Werft ...“ Für die klare Sprache, die einprägsamen Bilder, die beim Leser lange nachwirken, für die unaufgeregte Erzählmelodie und dafür, dass der Autor seinen Helden nicht verrät - für all das, meint die Jury, hat Alexander Häusser einen Preis verdient! “