Literaturpreise-Hamburg.de

Michael Kellner
Andreas Löhrer
Susanne Höbel
Jo Berlien
Friederike Gräff
Herbert Hindringer
Benjamin Maack
Magdalena Saiger
Judith Sombray

Benjamin Maack

aus der Jurybewertung


„Benjamin Maack erzählt die Geschichte zweier junger Männer, zweier Brüder, die mit dem Mercedes ihres Vaters nachts auf der Landstraße eine Kuh anfahren. „Man muss kein Tierarzt sein, um zu sehen, dass die Vertiefung in ihrer Seite nicht dahin gehört. Man muss kein Genie sein, um zu verstehen, dass diese Kuh gerade stirbt.“ Die beiden Brüder sind vollkommen hilflos, sie wissen nicht, was sie tun sollen, aber sie bleiben da und verbringen die Nacht auf der Straße bei der sterbenden Kuh.
Benjamin Maack schafft es, in diesem verzweifelt-hilflosen Setting durch konsequentes „Show, don’t tell“ und mit beeindruckend einfachen Strichen das schwierige Verhältnis zwischen zwei Brüdern darzustellen. Gleichzeitig wirft er einen Seitenblick auf den Rest der Familie, und das alles im Angesicht dieses existenziellen Erlebnisses des Todes. Wie er auf nur vierzehn Seiten mit einer einzigen Situation eine ganze Welt öffnet, hat die Jury beeindruckt, und wir zeichnen diese Arbeit sehr gern mit einem Förderpreis aus.“