Literaturpreise-Hamburg.de

Joachim Bartholomae
Zuzanna Musialcyk und Ferdinand Leopold
Friederike Meltendorf
Stefan Beuse
Kristine Bilkau
Ursula Menzer
Akin E. Sipal
Tobias Sommer
Silke Stamm

Kristine Bilkau

aus der Jurybewertung:


„Es ist eine aktuelle Geschichte: Das Viertel, in dem man seit Jahren wohnt, wird aufgewertet, und das zieht Veränderungen nach sich. In dem Roman „Die Glücklichen“ passiert das Isabell, Georg und ihrem einjährigen Sohn Matti. Ausgangspunkt ist Isabell, die hinter den Fenstern ihrer Wohnung im eingerüsteten Haus steht und hinter den Bauplane die Straße, die Welt da draußen nur noch erahnt oder sie sich vorstellt. Die Welt, die fremd geworden ist. In den Geschäften kriegt man für teures Geld jetzt luxuriösen Schnickschnack, handgemachte Brötchen und absurderweise echte Butterblumen. Das Haus wird saniert, die Miete steigt. Georg verliert seinen Job als Journalist, und Isabell, der Cellistin, zittern die Hände. Beide suchen einen Umgang mit der Situation, sparen, obwohl ihnen eben noch die Leute aufgefallen waren, die mit Thermoskanne und geschmierten Broten zur Arbeit kamen. Kristine Bilkau beobachtet aufmerksam die langsame Veränderung der Welt und macht die Krise durch die subjektive Erfahrung der Protagonisten erlebbar.“